Vielen Dank für den tollen Bericht im Allgäuer Bauernblatt 25/2017 über meinen Workshop beim AELF…

Ich hab mich sehr darüber gefreut. Es war mir eine Ehre und Freude, dass Monika Läufle am ersten Workshop zum Thema „Entspannt essen am Familientisch“ teilgenommen hat und darüber berichtete! Mittlerweile wurde er wegen der großen Nachfrage schon viermal durchgeführt. Das empfinde ich als große Anerkennung.

Und auch ganz herzlichen Dank, dass ich den Artikel einfach für meinen Blog komplett veröffentlichen darf! Das ist prima :)

Quelle: Allgäuer Bauernblatt 25/2017

http://www.allgaeuer-bauernblatt.de

Marietta Geyer weiß, wie wichtig ein harmonisches gemeinsames Essen mit der Familie ist. Damit es das auch wird, gab sie Tipps. Foto: Monika Läufle

Entspannt essen am Familientisch
Dazu gab Ernährungsberaterin Marietta Geyer am AELF in Memmingen Tipps.
Die gemeinsame Zeit am Familientisch ist unglaublich wertvoll für die Entwicklung des Kindes. Das gemeinsame Essen stärkt die Beziehung untereinander, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und unterstützt sogar die Sprachentwicklung. Das Kind lernt, dass das Essen Freude macht und schmeckt. Es lernt, dass Essen keine Nebensache ist und die gemeinsam verbrachte Zeit schön und wertvoll ist.
Schön und gut. Doch das gemeinsame Essen ist oft alles andere als harmonisch und stressfrei. Die Kinder trödeln, wollen nicht essen oder bleiben nicht ordentlich sitzen, um nur ein paar der Stressfaktoren zu nennen.
6 Schritte zur Problemlösung
Wir können zwar nicht zaubern und Ihnen versprechen, dass es von heute auf morgen plötzlich funktioniert, aber mit dieser Methode fällt es leichter, eine Lösung zu finden.
Schritt 1: 
Problem und Ziel benennen
Was ist das Problem? Und was soll das Ziel sein? Zum Beispiel: Mein Problem ist, dass ich mein Kind zigmal rufen muss, bevor es kommt. Bis dahin ist das Essen kalt. Mein Ziel ist, dass wir gemeinsam und rechtzeitig zu essen anfangen.
Schritt 2:
Vorschläge sammeln
Jetzt gilt es, wie bei einem Brainstorming, wertfrei alles aufzuschreiben, was Ihnen dazu an Lösungen einfällt. Hier gibt es (noch) kein richtig oder falsch. Haben Sie dabei den Mut, bei befreundeten Eltern, Geschwistern, Eltern, etc. nachzufragen. Das Problem haben sicher mehrere. Und irgendjemand hat immer eine Idee.
Folgende Lösungen könnten einem zu oben genannten Problem einfallen:
• Das Kind vorwarnen und sagen: »In 10 Minuten gibt es Essen.«
• Das Spielzeug als Verbündeten an den Tisch sitzen und sagen: »Schau, deine Puppe hat großen Hunger und will jetzt essen.«
• Schauen, dass wirklich alles auf dem Tisch steht. (Sonst denkt das Kind: »Ich muss mich nicht beeilen. Die Mama ist eh noch nicht fertig.«)
• Die Spielsachen zum Mittagessen wegsperren.
Schritt 3: 
Bewertung der Lösung
Haben Sie die Vorschläge gesammelt, gehen Sie diese Schritt für Schritt durch. Welche Lösungen sind in der eigenen Familie realistisch, umsetzbar und akzeptabel? Mit einem »Ja« oder »Nein« markieren.
Schritt 4: 
Lösung auswählen 
Wählen Sie eine Lösung aus den mit »Ja« markierten Vorschlägen aus, die zu Ihrer eigenen Situation am besten passt.
Schritt 5: 
Ausprobieren
Entscheiden Sie sich für eine Lösung und probieren sie diese konsequent im Alltag aus.
Schritt 6: 
Kontrolle
Diese Lösung probieren Sie über einen vorher festgelegten Zeitraum aus und kontrollieren, ob die Lösung zum Erfolg führt. Wenn die Lösung nicht funktioniert, versuchen Sie etwas anderes. Wichtig: Geduld! Kinder setzen Veränderungen nicht schnell um. Innerhalb weniger Tage wird sich das Kind nicht wandeln. Dass heißt, lieber drei, vier Wochen ausprobieren, ob das Kind die neue Regelung annimmt. Die wichtigsten Zauberworte dabei sind: Konsequenz, Geduld, Liebe.

Übrigens können Sie Ihre älteren Kinder bei der Lösungsfindung mit einbeziehen. Welche Lösungen fallen ihnen ein? Welche finden sie die beste? So fühlen sie sich erwachsen und Sie können später sagen: »Du warst doch auch für die Lösung.«

Ideenpool
Hier sind einige typische »Problemherde« mit Lösungsvorschlägen. Dabei gilt immer: Es gibt keine Patentlösung. Die Lösung muss zu Ihrer Situation passen.
 
Fehlende Tischmanieren

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Bei allgemeinem Chaos
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Störung durch Konflikte

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Bei Zeitnot

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»Es schmeckt nicht«!

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Monika Läufle